Auf ein Gespräch mit Manfred Ockel
Manfred Ockel wurde am 15.2.1959 in Rüsselheim geboren. Sein Abitur hat er auf dem Immanuel-Kant Gymnasium absolviert. Dort war er im Chor, leitete 6 Jahre die Schulbücherei und war stellv. Schulsprecher. Nach dem Abitur machte Manfred Ockel eine Lehre im Garten- und Landschaftsbau und studierte anschließend in Mainz Dipl. Geografie mit Schwerpunkt Geo - Ökologie. 1985 baute er die Naturschutzbehörde der Stadt Rüsselheim auf - damals trat in Hessen das Naturschutzgesetz in Kraft. Seit 2010 lebt und arbeitet Manfred Ockel in Kelsterbach.

 

Herr Ockel, sie sind gerade wieder als Bürgermeister bestätigt worden. Erzählen Sie, was ist das für ein Gefühl, wenn eine ganze Stadt hinter einem steht?
Man fühlt sich bestätigt, dass man die Stadt mit den Menschen gemeinsam entwickelt und auch lebt. Es ist ein schönes Gefühl, von den Menschen in Kelsterbach eine solche Bestätigung zu bekommen.

Warum leben Sie gerne in Kelsterbach?
Weil Kelsterbach eine wunderbare Mischung aus Großstadt und Kleinstadt ist. Auf der einen Seite ist man schnell in großen Städten wie Frankfurt und Wiesbaden, auf der anderen Seite ist man mit den kleinstädtischen Strukturen ganz eng mit den Leuten hier beisammen. Kurze Wege, gute Verkehrslage und rundherum viel Grün.

Wohin wird ihr erster Urlaub gehen, wenn die Pandemie unbeschwertes Reisen wieder zulässt?
Ich bin als Geograf ein sehr reiselustiger Mensch. Aber in diesem Jahr haben wir beschlossen, wie schon früher, als die Kinder noch klein waren, an den Bodensee zu fahren.

Welches Buch haben Sie gerade auf ihrem Nachttisch liegen?
Ich lese gerade „Der Wal und das Ende der Welt“ von John Ironmonger. Ich bin aber erst auf Seite 12. „Die Säulen der Erde“ von Ken Follett, habe ich davor gelesen.

Und welches Buch sollte jedes Kind gelesen haben?
Mir ist sofort die Raupe Nimmersatt eingefallen, die musste ich meinen Kinder immer vorlesen.

Eine Marotte von Ihnen?
Ich bin mehr im Garten als im Haus.

Mit wem würden Sie gern für einen Tag den Platz tauschen?
Mit einem Ranger im Nationalpark, am liebsten in der Serengeti, um Tiere zu beobachten.

Wo klappt Offline besser als Online?
Offline klappt viel besser bei der internen Kommunikation, bei Dialogen und bei zwischenmenschlichen Beziehungen.

Total überwertet finde ich … 
Die Hysterie und Schlagzeilen, die in den Medien passieren. Ich wäre für mehr Sachlichkeit als dieser derzeitige Journalismus.

Was ist Ihr nächstes Projekt?
Die Gartengestaltung am Haus meines Sohnes.
Wenn es um Kelsterbach geht, da gibt es viele Projekte, die in Vorbereitung sind. Das für mich Wichtigste ist der Neubau der Karl-Treutel-Schule.

Ihre Helden des Alltags?
Das sind zweifellos Ärzte und Pfleger!

Welche Gabe würden Sie gerne besitzen?
Ich würde gerne ein Musikinstrument gut spielen können: Trompete, Saxophon oder auch Geige.

Was ist die beste Zeit des Lebens?
Es gab für mich keine beste Zeit des Lebens. Jeder Lebensabschnitt war eine wunderbare Zeit. Ich lass mich überraschen, was als Nächstes kommt.

 

Das Interview führte Meike Betzold, Bibliotheksleitung
Juni 2021